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Web 2.0 Technologien und die dazu passenden Google Tools – Teil 2

Während in Teil 1 des Artikels „Web 2.0 Technologien und die dazu passenden Google Tools – Teil 1“  auf die Web 2.0 Technologien Blogs und Microblogging eingegangen wurde, werden heute weitere Technologien des Web 2.0 mit den dazu passenden Google Tools vorgestellt. Wie bereits letztes mal erläutert werden dem Schlagwort Web 2.0 folgenden Technologien und Anwendungen zugeordnet:

RSS (Really Simple Syndication) Feeds sind ein Grund dafür, dass sich News im Web 2.0 rasend schnell verbreiten können. Favorisierte Webseiten und Blogs können durch die RSS Technologie einfach abonniert werden, Entsprechend muss man die Webseiten nicht mehr einzeln aufsuchen sondern kann sich über einen RSS-Reader seine bevorzugten Newss abonnieren und entsprechend an einem Ort alle Neuigkeiten von den abonnierten Webseiten und Blogs aufrufen. Man bekommt die Neuigkeiten über einen RSS-Reader also automatisch übermittelt, ohne selbst aktiv im Web suchen zu müssen. Der bekannteste RSS-Reader war sicherlich der Google Reader, dieser wurde jedoch von Google vor kurzem eingestellt. Seither erfreut sich vor allem der RSS-Reader Feedly zunehmender Beliebtheit bei den Nutzern. Die Bereitstellung von RSS Feeds für Webseitenbetreiber und Blogger ist inzwischen im Web Standardfunktionalität. Praktisch alle Blogging Tools wie z.B. Blogger.com oder WordPress.com stellen den Besuchern der Webseite automatisch die Möglichkeit bereit, Artikel über einen RSS Reader zu abonnieren. Immer mehr Blogs und Webseiten bieten den Besuchern auch  die Möglichkeit an, sich die News via Email zu abonnieren. Dies ist vor allem für Besucher die keinen RSS Reader regelmäßig einsetzen interessant. Wer diese Funktionalität in seinem Blog oder Webauftritt ebenfalls anbieten möchte, der sollte auf jeden Fall Google feedburner kennen. Über Google feedburner kann genau diese Funktionalität, das abonnieren von RSS Feeds per Mail, den Besuchern zur Verfügung gestellt werden.

Wer kennt Wikepedia? Jeder! Also kennt auch jeder die Wiki Technologie. Die Wiki Technologie ermöglicht das gemeinsame erstellen und bearbeiten von Inhalten und Artikeln durch einen bestimmten Nutzerkreis. Durch Wikis wurde das world wide web zu einer collaborativen Plattform, denn es wurde mit dieser Technologie möglich dass durch einen großen Benutzerkreis einmal veröffentlichter Content von beliebigen Nutzern korrigiert, erweitert oder aktualisiert werden konnte. Gemeinsames ortsunabhängiges arbeiten an Inhalten war nie zuvor so einfach seit es Wikis gibt. Aufgrund einfachster Anwendung und Flexibilität wird die Wiki Technologie heute in vielen Unternehmen für das Wissensmanagement eingesetzt. Wikis sind gerade als Wissensspeicher geradezu Ideal. Jeder kann in einer auf Wiki basierenden Wissensplattform Unternehmensweit nach Inhalten suchen, diese sinnvoll bei Bedarf ergänzen oder aktualisieren. Durch Tagging und Verlinkungsmöglichkeiten können außerdem bestehende Inhalte sinnvoll vernetzt werden, damit im Idealfall alle relevante Informationen für den Suchenden schnell auffindbar sind. Google bietet mit Google Sites Privatanwendern die Möglichkeit ein Wiki aufzubauen. Auch für Firmen besteht diese Möglichkeit, da Google Sites Teil der von Google angebotenen Unternehmenssoftware Google Apps for Business ist.

Social Bookmarking. Früher wurden Favoriten im lokalen Browser auf dem PC gespeichert. Jedoch hatte man dann seine favorisierten Links und Webseiten nicht immer im Zugriff. Mit Social Bookmarking wird genau dieses Problem behoben. Man speichert seine Favoriten bei einem Social Bookmarking Dienst und hat diese mit jedem internetfähigen Gerät immer im Zugriff.  Google bietet mit Google Bookmarks hierzu ebenfalls eine Lösung. Bei Google Bookmarks hat man neben den eigens angelegten Favoriten jedoch auch noch den kompletten Verlauf seiner letzten Google Suchen nach Kategorien aufgelistet und kann entsprechend zuletzt besuchte Webseiten schnell nochmal aufrufen. Während Google Bookmarks kostenlos im privaten Gebrauch mit einem Google Konto oder einer Google Email genutzt werden kann, steht dieser Dienst stand heute Google Apps for Business Kunden leider nicht zur Verfügung. Jedoch haben Google Apps for Business Kunden alternativen. Wer seine Favoriten über den Google Chrome Browser speichert hat diese immer wenn er sich mit seinem Google Konto anmeldet und mit Google Chrome surft immer dabei, da die Favoriten mit dem Online Google Konto synchronisiert werden und entsprechend auf jedem (mobilen) Endgerät mit installierten Chrome Browser zur Verfügung stehen.

Der Begriff Media Sharing bezeichnet Plattformen bzw. Webseiten die es den Usern einfach ermöglicht bestimmte Medien wie z.B Viedeos oder Präsentationen zu veröffentlichen. Als die beliebtesten Websites weltweit sind hier sicherlich Flickr für Fotos, YouTube für Videos und Slideshare für die Publikation von Präsentation zu nennen. Media Sharing Plattformen bieten die Möglichkeiten Mediendateien hochzuladen und diese durch tags entsprechend zu kategorisieren. Besonders die von Google übernommene Plattform Youtube spielt hier ein zentrale Rolle. Auch Firmen versuchen inzwischen diese Plattformen verstärkt für Ihre Zwecke zu nutzen, denn attraktive Videos und der damit vermittelte Inhalt können sich auf einer Plattform wie z.B. YouTube so schnell wie ein Virus verbreiten.

Webapps sind eine technische Entwicklung die das Web 2.0 ermöglichte. Immer schneller werdende Internetverbindungen und immer bessere Entwicklungstechnologien bildeten die Grundlage für diese neue Kategorie der so genannten Webapplikationen. Eine Webapp ist eine rein im Browser ausgeführte Applikation, welche nicht lokal auf dem PC installiert und ausgeführt wird, sondern auf einem Server bei jeweiligen Anbieter. Der Zugriff auf die Webanwendung findet dabei über das Internet statt. Inzwischen existieren quasi für jede denkbare Anwendung Anbieter die in Form von Webapps durch den Nutzer genutzt werden können. Da entsprechend auch alle Daten und Informationen auf den Servern des Anbieters, quasi in der Wolke bzw. Cloud liegen, hat sich für die Art von Anwendungen auch der Begriff Cloud Computing durchgesetzt. Google ist einer der Pioniere in Sachen Cloud und Webapps. Nahezu alle Google Tools und Dienste sind Webapps die durch die Anwender ohne lokale Installation über den Browser genutzt werden können. Egal ob Gmail, Google Kalender, Google Sites, Goolge+, Google Groups oder Google Adwords, alle zentralen Dienste von Google werden auf Googles Servern ausgeführt.

Vor allem der Trend der Webapps entwickelt sich im Moment zum Megatrend unter den Web 2.0 Technologien. Webapps ermöglichen Zusammenarbeit an einem Dokument, unabhängig von Gerät und Lokation. Lediglich ein Internetzugang und ein Browser wird benötigt. Diesen Ansatz verfolgt vor allem Google Apps for Business. Beispielsweise können Google Apps for Business Kunden über Google Drive alle Ihre Dokumente ablegen und haben diese überall auf der Welt von praktisch jedem internetfähigen Gerät im Zugriff. Auch könne Personen über neue Office Technologien, wie Google Docs, unabhängig vom Ort gemeinsam an einem Dokument in Echtzeit arbeiten und sich parallel dabei über einen Chat oder Webkonferenz dazu austauschen.

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